Unterricht


Unsere Schule ist Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum. Wir bieten für alle Schüler mit ihren unterschiedlichen Lernvoraussetzungen vielfältige Möglichkeiten an, um sich nachhaltig und ganzheitlich bilden zu können. Dabei achten wir vor allem auf folgende pädagogische Ansätze und Prinzipien:



Freiarbeit

Zu den modernen Lehr- und Lernmethoden des Unterrichtes gehört unter anderem die Freiarbeit. Die Schüler arbeiten während der Freiarbeit eigenverantwortlich. Geeignete Materialien ermöglichen eine Eigenkontrolle durch die Schüler. Dies geschieht alleine, in Partnerarbeit oder in Gruppenarbeit. Freiarbeit ermöglicht eine optimale qualitative wie quantitative Differenzierung.



Wochenplanarbeit

Bei dieser Arbeitsform erhalten die Schüler zu Beginn der Woche einen Plan, der Aufgaben für eine Woche enthält, welche teils im Unterricht und teils zu Hause erledigt werden können. Oftmals wird der Wochenplan auch in einen Pflichtbereich, der von allen Schülern erledigt werden muss, und einen Zusatzbereich mit frei wählbaren Aufgaben unterteilt. Dabei bleibt es dem Schüler überlassen, wie er sich seine Zeit einteilt und in welcher Reihenfolge er die Aufgaben erledigt. Am Ende der Woche werden die Aufgaben kontrolliert und verbessert. Auch diese Unterrichtsform dient dem Prinzip der Differenzierung.



Förderung

Ein Schwerpunkt unserer Förderung liegt auf dem Schwerpunkt Deutsch. In diesem Zusammenhang werden nicht nur die vielen Kinder mit Migrationshintergrund an unserer Schule zusätzlich unterstützt. Wir freuen uns über annähernd 25 ehrenamtliche Lesepaten, die uns in unserem Bemühen unterstützen. Außerdem lädt auch die neu eingerichtete Schülerbibliothek zur Weiterbildung ein. Im Bedarfsfall zeigen sich aber ehrenamtlichen Helfer auch offen für andere Formen der Förderung, wie z.B. eine Mathematik-Patenschaft. Ergänzt wird dieses Angebot durch unsere Hausaufgabenbetreuung für benachteiligte Familien.

Dem Berner-Team liegt auch daran, dass den Schülern anspruchsvolle und vielseitige Themen angeboten werden, zum Beispiel in den Arbeitsgemeinschaften, die von Lehrern und ehrenamtlichen Helfern geleitet werden (z.B. AG Schulhausgestaltung, AG Computer, AG Schülerzeitung, AG Schulhausgestaltung).



Teamarbeit

Die Lehrer der jeweils gleichen Klassenstufen besprechen in der Regel gemeinsam die Wochenpläne, Lernzielkontrollen, Arbeitsmethoden, Unterrichtsgänge usw., um einen größtmöglichen Konsens inhaltlicher und zeitlicher Art zu finden, der allen Schülern die gleichen Voraussetzungen bietet.



Interkulturelle Erziehung

Interkulturelle Erziehung richtet sich an ausländische und deutsche Kinder zugleich und ist ein pädagogisches Bemühen, das auf die bewusste Vermittlung multikultureller Erfahrung abzielt. Im gemeinsamen Lernen sollen bei uns die unterschiedlichen Lebens- und Sozialisationsbedingungen der Schüler gleichberechtigt miteinbezogen werden. Dadurch versuchen wir, den Schülern eine grundlegende Orientierung für das Leben in einer multikulturellen Gesellschaft zu geben. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame soziale Lernen. Die unterschiedlichen Erfahrungshintergründe und die somit bestehende Heterogenität wird als gegenseitige Lernchance für alle Kinder genutzt. Dies schafft von Anfang an die Möglichkeit mit Freude und Offenheit den fremden Kulturen und dem Anderen zu begegnen.



Inklusion

Inklusion meint die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung. Der Ausgangspunkt ist die Kooperation zwischen Allgemeinpädagogik und Sonderpädagogik. Die Heterogenität der Kinder fordert eine Pädagogik der Vielfalt und wird als Chance für das gemeinsame Lernen begriffen. An der Bernerschule wird diesem Ansatz beispielsweise in Form einer Partnerklasse nachgekommen: Eine Klasse der Mathilde-Eller-Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung ist räumlich in der Bernerschule untergebracht und kooperiert dort mit ihrer Partnerklasse intensiv in den Bereichen Schulleben und Unterricht. Weiterhin zeigen wir uns durchaus offen für eine Einzelinklusion, sofern dies für alle Beteiligten die optimale Lösung darstellt.


Miteinander und voneinander lernen



Ganztagsklassen

Seit dem Schuljahr 2014/15 bietet die GS Bernerstraße auch Klassen im gebundenen Ganztag an. In einem rhythmisierten Tagesablauf wechseln sich Zeiten des Lernens und Übens mit sportlichen, musischen und künstlerisch orientierten Angeboten ab. Ein fester Bestandteil ist dabei auch ein gemeinsames Mittagessen.

Überwiegend werden im gebundenen Ganztag Lehrkräfte eingesetzt, ergänzend dazu werden Freizeitaktivitäten und Projekte durch externe Partner angeboten.

Zentrale Anliegen der gebundenen Ganztagsklassen sind:


  •  Stärkere individuelle Förderung zur Behebung von Defiziten wie zur Unterstützung besonderer Begabungen durch gezielte Lern- und Übungsphasen

  • Verstärkte Übernahme von Aufgaben im Bereich der Werteerziehung, der Vermittlung sozialer Kompetenzen und kultureller Identität

  • Erziehung zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung

  • Erziehung zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung und Förderung individueller Neigungen

  • Gesundheitserziehung durch Erziehung zu mehr Bewegung und zu gesunder Ernährung

  • Unterstützung der Familien durch verlässliche sowie kompetente Betreuung und Förderung der Schüler am Nachmittag

Grundschule an der Berner Straße, München